Hauptsach g’sund

Daniela Fritzen, verantwortlich für die Unternehmenskommunika- tion am Klinikum Erding (3.v.l.) erinnert sich noch gut an die erste Gesundheitsmesse vor zwei Jahren: „Unser Stand war an beiden Tagen dicht umlagert“, erzählt sie.© Brückner

(14.03.2014)
Fitness und Gesundheit heißt nicht nur, Muskeln anzutrainieren und möglichst viel Kraft zu entwickeln. Es geht auch um richtige Haltung und Bewegungsabläufe oder Behandlungen und Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern.

„Mens sana in corpore sano“, dieser Spruch verfolgt uns seit Urzeiten im Turnunterricht oder auch im alltäglichen Leben. Freilich, der römische Satiriker Juvenal meinte mit diesem aus dem Zusammenhang gerissenen Bonmot nicht, dass ein gesunder Geist nur in einem gesunden Körper wohnen könne, sondern nahm den zu seinen Lebzeiten (1. Und 2. Jahrhundert nach Christus) in Rom bereits kursierenden Fitness-und Bodybuildingwahn spitzzüngig aufs Korn. "Es wäre wünschenswert, dass in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist wohnen möge“, lautet das komplette Zitat und Juvenal wollte damit ausdrücken, dass bei vielen der durchtrainierten Muskelmänner die geistigen Fähigkeiten nicht mit den körperlichen Kräften Schritt halten können. Aber darum geht es bei der „Erding bleibt fit“ keineswegs. Vielmehr gilt es, sich das eigene Leben leichter zu machen – fernab von Muckibuden, Gewichten und Hanteln. Und da gibt es diverse Möglichkeiten, die man so bisher nicht wahrgenommen hat. Das beginnt bei einer wohlig kuscheligen Umgebung zu Hause, reicht über Yoga, Naturheilkunde, Radfahren, richtiges Schlafen, alternative Medizin, Bio-Lebensmittel, deren richtige Aufbewahrung, Biergenuss ohne Alkohol und das lästige Schnarchen bis hin zu Reisen mit Gesundheitsplus. Wenn alle Vorbeugung nicht mehr hilft, stellen sich Wohn – und Pflegeheime vor, in denen sich ein angenehmer Lebensabend mit umfassender Betreuung verbringen lässt. Die Vorträge, die an beiden Tagen in zwei darauf ausgerichteten Räumen stattfinden, befassen sich mit Reha, Behandlungsmöglichkeiten bei Darmkrebs, Sensomotorik, Qigong und Magnetfeldern oder dem inneren und äußeren Gleichgewicht für mehr Lebensfreude und Gesundheit. Auch darum, wie das Gehirn die Gesundheit steuert, Bodytalk für zu Hause, Gehirnjogging und –fitness, Ernährung, sowie Burnout, Naturkosmetik und Schilddrüsenstörungen, geht es. Akupunktur und biochemische Muskelstimulation sowie ein Streifzug durch die Handchirurgie gehören unter anderem zum Programm. 25 Minuten sollen die einzelnen Referate dauern, wobei es auf eine Minute hin oder her nicht ankommt, weil das Programm entzerrt wurde und sich auf die beiden Veranstaltungsorte verteilt. Es sind oft nur kleine Änderungen der Gewohnheiten, die viel bewirken. Kostenlos können die Besucher Tests machen und sich beraten lassen. Zwei Tage lang, am 15. Und 16. März, öffnet die Stadthalle jeden Tag um 10 Uhr ihre Pforten, um sie erst um 18 Uhr wieder zu schließen. Der Veranstalter und seine Premiumpartner hoffen, dass mindestens so viele Besucher wie vor zwei Jahren kommen. Damals waren es mehr als 3500. Am Samstag bietet es sich an, vor oder nach dem wöchentlichen Einkauf einen Abstecher in die Stadthalle zu machen. Am Sonntag kann man den Besuch der „Erding bleibt fit“ bestens mit dem Gang zur Wahlurne verknüpfen, denn an diesem Tag werden die kommunalen Parlamente bestimmt. Der Termin liegt also genial, um die Chancen zu nutzen, die die Gesundheitsmesse bietet. Es ist nur ein kleiner Schritt für einen jeden, der ganz schnell zum großen in Richtung Fitness werden kann.