Prävention ist unabdingbar

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(28.02.2014)
Oberbürgermeister Max Gotz weiß, wovon er spricht, wenn es um die Gesundheitsmesse geht. Er war aktiver Sportler und kennt sich als Gerbermeister auch mit Leder der unterschiedlichsten Art aus.

 

 

Herr Gotz, warum haben Sie schon zum zweiten Mal die Schirmherrschaft über die Gesundheitsmesse „Erding bleibt fit“ übernommen?
Eine Schirmherrschaft drückt aus, welche Bedeutung eine Veranstaltung hat. Ich übernehme sie nicht überall, wo sie mir angetragen wird. Aber bei der Gesundheitsmesse sehe ich, dass sich die Angebote laufend verbessern, das muss man in der Öffentlichkeit darstellen. Gerade die Informationen über die Prophylaxe sind ein Beitrag dafür, dass man sieht, wie gut aufgestellt der Landkreis ist.

Haben Sie das schon vor der Gesundheitsmesse gewusst?
Ich bin seit 1996 im Kreistag und durch das Kreisklinikum Erding gut informiert. Mein Bruder Joseph ist Orthopädie-Schuhmach-Meister und ich selbst als Gerbermeister habe schon Leder entsprechend vorbereitet: Pflanzlich gegerbt für das Innenfutter, aber auch als Stützmaterial für außen. Ich hatte also schon immer damit zu tun.

Wenn der Fuß gesund ist, ist es dann auch der Mensch?
Es gibt ein Gedicht aus dem Norwegischen, das auch in meinem Büro hängt und in dem es heißt: „Eigentlich gibt es im Leben wirklich nur zwei Dinge, auf die es ankommt. Ein gutes Bett und ein ordentliches Paar Schuhe. Wenn man nicht in dem einen steckt, steckt man in dem anderen.“ Ich war 15 Jahre lang Verwaltungsrat im Fischer’s Seniorenzentrum und bin mehrmals monatlich durch das Haus gegangen, habe dabei zum Beispiel auch festgestellt, dass es viele Dinge gibt, die unser Leben erleichtern. Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass der Rollator mal so eine Rolle spielt? Oder die Volkskrankheit Nummer 1. Der Zucker. Viele Menschen werden durch solche Messen erst darauf aufmerksam.

Glauben Sie, dass die Messe da hilfreich ist?
Auf jeden Fall, denn zum einen ist sie kostenlos und dann wird mit ernsten Themen „spielerischer“ umgegangen als beim Arzt, wo man einen Termin vereinbaren muss und lange im Wartezimmer sitzt. Auf der „Erding beliebt fit“ kann man sie sozusagen anstupsen, da sind sie anonym und können unbegründete Ängste oder Hemmeschwellen abbauen. Wenn einem bei der „Erding bleibt fit“ etwas nicht passt, geht man halt einfach zum nächsten Stand.

Sollte die Messe so groß werden, dass die Stadthalle zu klein wird, gibt es Alternativen?
Die Gesundheitsmesse kann nur in der Stadthalle stattfinden, aber man könnte vielleicht mit einem Zelt im Freigelände erweitern.

Halten Sie selbst sich denn fit?
Ich lebe nicht ungesund, rauche nicht und trinke, wenn überhaupt, dann mäßig. Dennoch habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen, neben den Vorsorgeuntersuchungen, die ich regelmäßig machen lasse, nach der Winterpause sportlich wieder mehr zu tun. Ich war ja mal aktiver Gewichtheber, aber jetzt gehe ich lieber in die Berge. Das mach ich sehr gerne, am liebsten alleine oder gerade noch mit meiner Frau Alexandra. Die Kinder bleiben da zu Haus.

Würden Sie sich auch aktiv an der Gesundheitsmesse beteiligen?
Ich könnte mir schon vorstellen, dass ich mit mehreren Teilenehmern einen Fitness-Wettbewerb bestreite. Lange Zeit war ich als Übungsleiter aktiv, doch auch mich würde interessieren, ob sich in den vergangenen zehn bis 15 Jahren etwas verändert hat. Denn mit meiner heutigen Erfahrung würde ich vieles anders machen. Ob’s besser wär - ich weiß es nicht.